Voices from Childhood

 

An meinen Vater

Du Mistkerl, ich hasse Dich.
Du hast Dich entschieden, mein Vater zu sein, warum bist du es dann nicht gewesen?
Du hast zugesehen, wie sie mich gequält hat.
Du hast zugehört, wenn ich geweint habe und geschrien,wenn sie wieder mal einen Teppichklopfer auf mir zerhaun hat. Du hast zugesehen, wie sie mich an mein Bett gefesselt hat die ganze Nacht immer wieder.
Du hast zugesehen, wenn sie mich ´rausgeschmissen hat.
Du hast zugelassen, dass sie mich gedemütigt hat.
Du hast zugelassen, dass sie mich glauben machte, ich sei Dir nicht willkommen, weil ich nicht Deine leibliche Tochter bin.
Du hast zugelassen, dass sie mich glauben machte, ich sei für alle eine Zumutung.
Du hast mich nicht beschützt. Du hast mir nicht geholfen.Du hast Angst gehabt Stellung zu beziehen. Du hast Angst gehabt, ein kleines Mädchen vor einer erwachsenen Frau zu schützen. Du hast mich geopfert. Es war Dir scheißegal, was mit mir geschieht!
Du hast mich benutzt als Gesprächspartnerin über deine Frauengeschichten.
Du hast mich benutzt als Verbündete gegen Deine Frau,meine Mutter.
Du bist eine feige, miese Ratte.
Du hast Dich als schwach hingestellt, hilflos,bemitleidenswert.
Du bist nicht schwach, ich war es, weil ich ein kleines Mädchen war, das Dir vertraut hat.
Du hast Wärme und Zuverlässigkeit geheuchelt. Du bist nur mit Dir beschäftigt. Du bist ein Scheiß Vater!!
Du hast mich und meinen Bruder verlassen und bei einer Frau zurückgelassen, die bösartig, brutal und gefährlich ist. Und Du hast das gewusst!!!
Als ich kurz davor war zu sterben hast du deine Verantwortung gespürt und bist beinahe umgekippt.

Na Klasse, und jetzt müllst Du mich mit Deiner Kunst zu,mit Deinem Ego-Trip.
Und Du merkst NICHTS!!!

Ich werde Dich nie nie nie aus Deiner Verantwortung diesem kleinen Mädchen gegenüber entlassen.
Du kannst mich nicht mit Deiner Kunst blenden.
Drecksack!!!!